Ein ganzes Wochenende konnten wir auf dem Truppenübungsplatz nach längerer Zeit wieder eine „Bonnland-Übung“ durchführen, an der rund 80 Feuerwehren mit insgesamt etwa 650 Einsatzkräften beteiligt waren.
Im Rahmen der Ausbildungsmaßnahme wurden auf dem Gelände mehr als 100 Übungsdurchgänge durchgeführt. Das Übungsspektrum umfasste zahlreiche Einsatzlagen aus den Bereichen Brandbekämpfung und Technische Hilfeleistung. So mussten die Einsatzkräfte unter anderem Brände in Wohngebäuden bekämpfen, Menschenrettungen aus einem Schacht durchführen, technische Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen bewältigen sowie Flächenbrände bekämpfen. Bei den Flächenbränden erhielten die Einsatzkräfte eine Einweisung in die vom Landkreis neu angeschafften Kreisregnern.
Die besonderen Gegebenheiten des Truppenübungsplatzes boten dabei ideale Voraussetzungen, um Einsatzkräfte unter möglichst realistischen Bedingungen auszubilden. Neben der feuerwehrtechnischen Abarbeitung der Einsatzstellen stand insbesondere das taktische Vorgehen, die Zusammenarbeit mehrerer Einheiten sowie die Kommunikation zwischen den eingesetzten Kräften im Fokus.
Fachgruppe Elektro übt Notstromversorgung
Parallel zu den Feuerwehrübungen absolvierte die Fachgruppe E (Elektro) des Landkreises Bad Kissingen am Wochenende ein umfangreiches Ausbildungsprogramm. In enger Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk (THW) übten die Einsatzkräfte verschiedene Szenarien zur Notstromversorgung kritischer Infrastruktur.
Die Übung fand unter der Leitung des Fachberaters E gemeinsam mit den beiden Zugführern der THW-Ortsverbände Gerolzhofen und Bad Kissingen statt. Im Mittelpunkt standen die Planung, der Aufbau und der sichere Betrieb von Notstromversorgungen. Darüber hinaus wurde das Zusammenspiel der beteiligten Organisationen bei länger andauernden Stromausfällen intensiv geübt.
Die Ausbildung machte deutlich, wie wichtig eine zuverlässige und belastbare Energieversorgung für den Bevölkerungsschutz ist. Gleichzeitig konnten alle Beteiligten wertvolle praktische Erfahrungen sammeln und die Zusammenarbeit für mögliche Einsätze weiter vertiefen.
Stabsarbeit
Während des gesamten Übungswochenendes war ein Stab eingerichtet, der sämtliche Einsätze, Anforderungen und Übungsabläufe koordinierte. Damit konnten die organisatorischen und taktischen Prozesse, wie sie auch bei größeren Schadenslagen oder Katastropheneinsätzen notwendig sind, umfassend geübt werden. Die Kommunikation zwischen Einsatzstellen und Führungsorganisation erfolgte über die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL).
Umfangreiche Gefahrgutübung am Sonntag
Einen besonderen Schwerpunkt bildete am Sonntag eine groß angelegte Gefahrgutübung, die gemeinsam mit dem Gefahrgutzug Bad Kissingen/Rhön-Grabfeld durchgeführt wurde. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall zwischen zwei Lastkraftwagen, welche teilweise mit Gefahrgut beladen war. Die Einsatzkräfte mussten die Gefahrstoffe identifizieren und geeignete Schutzmaßnahmen treffen. Neben der Erkundung und Bewertung der Gefahrenlage standen auch die Dekontamination, die Absicherung des Gefahrenbereiches sowie die Koordination der beteiligten Einheiten im Mittelpunkt. Die Übung bot den Einsatzkräften die Möglichkeit, Abläufe bei Gefahrguteinsätzen realitätsnah zu beüben und die vorhandenen Konzepte unter Praxisbedingungen umzusetzen.
Die Kreisbrandinspektion Bad Kissingen bedankt sich ausdrücklich bei der Bundeswehr für die Bereitstellung des Truppenübungsplatzes Hammelburg und die damit verbundene Unterstützung des Ausbildungswochenendes. Ein besonderer Dank gilt zudem der Bundeswehrfeuerwehr, die die Übung mit zusätzlichem Material und Personal unterstützte. Ebenso richtet sich der Dank an alle beteiligten Unternehmen, Sponsoren und Unterstützer, die durch ihre Hilfe und ihr Engagement die Durchführung eines Übungswochenendes dieser Größenordnung ermöglicht haben:
Speyer und Hofmann, Mainfrankenlogistik, Brennholz Zeller, Peter Saal Bauunternehmen GmbH & Co. KG, Elektro Fischer GmbH & Co. KG, Ingenieurgesellschaft IDEAS mbH, BAYERNWERK Netz GmbH, Wolf Engineering (Stadtlauringen), Blechbearbeitung Schmitt (Thundorf)
Hier findet ihr einen Link zu einem Beitrag des Bayerischen Rundfunks, welcher sich speziell mit den Kreisregnern beschäftigt hat.
Hier findet ihr einen Link zu weiteren Fotos vom Wochenende, welche von Seiten der Bundeswehr freigegeben wurden.
Hinweis: es galt an der Veranstaltung ein allgemeines Fotoverbot. Das Medienteam konnte in Absprache mit der Bundeswehr Fotos anfertigen, welche von den Feuerwehren für ihre Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden dürfen.














