
Am vergangenen Freitag und Samstag fanden die diesjährigen Übungstage im KBI-Bereich Nord statt. Insgesamt nahmen 16 Feuerwehren, 3 First-Responder- bzw. Helfer-vor-Ort-Gruppen sowie 3 Rettungswagen der Bereitschaft Bad Brückenau teil. Rund 250 Teilnehmer nutzten die Übungsmöglichkeiten trotz der sommerlichen Temperaturen.
KBM Bastian Markert und KBM Andreas Kreß organisierten die Übungstage und erarbeiteten die drei Übungsszenarien. Hauptübungsziel war in diesem Jahr die Einbindung der Mehrzweckfahrzeuge 11/1 sowie die Umsetzung des Führungsunterstützungskonzepts der Kreisbrandinspektion. Die teilnehmenden Feuerwehren wurden in verschiedene Züge eingeteilt, wobei jeweils ein 11/1 zur Führungsunterstützungenthalten war.
Übung 1
Schlagwort: THL 2; VU mehrere PKW; unklare Lage, mehrere Anrufe, vermutlich eine Person eingeklemmt
Vor Ort wurde ein Zusammenstoß von zwei PKW dargestellt, wovon einer auf der Seite lag, in dem eine Person eingeschlossen war und der PKW zu brennen begann. Der andere PKW wurde in den Graben geschleudert, wobei ebenfalls eine Person eingeklemmt war. Das Übungsziel war, zu erkennen, dass die eingeschlossene Person mit einfachen technischen Hilfsmitteln im Rahmen einer Sofortrettung gerettet werden kann, sowie der strukturierte Aufbau der Einsatzstelle.
Übung 2
Schlagwort: B 2; Brand Gartenhütte; Örtlichkeit wurde über What3Words übermittelt
Vor Ort handelte es sich um den Brand einer Scheune bzw. Lagerhalle im Außenbereich, in der eine Person vermisst wurde. Auf der Halle befanden sich Photovoltaikmodule, und in der Halle war ein Batteriespeicher mit 10 kWh Kapazität installiert, der den Brand ausgelöst hatte. Das Übungsziel war die Personenrettung, das Erkennen des Energiespeichers in der Scheune, der Aufbau einer Wasserversorgung über lange Schlauchstrecken sowie die Einrichtung einer Riegelstellung zu den Nachbargebäuden.
Übung 3
Schlagwort: THL 1; bewusstlose Person; vermutlich auf einem Bauernhof in einer Biogasanlage
Vor Ort handelte es sich um einen Austritt von Schwefelwasserstoff, wodurch die Person bewusstlos wurde. Das Übungsziel war, zu erkennen, dass es sich um eine GAMS-Lage handelt. Der erste Trupp sollte unter Körperschutzform 1 mit einem Mehrgasmessgerät zur Personenrettung vorgehen und zeitgleich ein Gefahren- und Absperrbereich inklusive Sofort-Dekontamination eingerichtet werden.
Positiv wurde von allen Teilnehmern aufgenommen, dass unser Kreisbrandrat Markus Ullrich und Kreisbrandinspektor Marco Brust mit ihren Heimatfeuerwehren selbst als Übungsteilnehmer dabei waren.
Ein großer Dank gilt der Gemeinde Oberleichtersbach sowie der Feuerwehr Oberleichtersbach, die es uns in diesem Jahr ermöglicht haben, die Übungstage hier auszurichten. Die komplette Verpflegung wurde durch die Feuerwehr Oberleichtersbach organisiert, was bei den sommerlichen Temperaturen eine besondere Herausforderung darstellte.
KBM Markert und KBM Kreß bedanken sich bei allen, die an der Durchführung der Übungstage beteiligt waren.
Nur durch stetiges gemeinsames Üben werden wir besser – Fehler dürfen bei Übungen gemacht werden, damit sie im Einsatz nicht passieren!






